
Was genau ist True
Analog Emulation?
TAE® steht für "True Analog Emulation" - eine exklusive Technologie von Arturia, die den Klang, die Wellenform, das Stimmungsverhalten und typische Charakteristika eines analogen Synthesizer exakt reproduziert.
Bessere Reproduktion von analogen Oszillatoren
TAE® bildet die Eigenschaften analoger Oszillatoren im Detail nach. Die Transparenz und Klarheit unserer analogen Synthesizer-Emulationen geben Musikschaffenden die Freiheit, sich von klassischen Klängen inspirieren zu lassen oder neue Klang-Texturen zu entdecken – mit dem Wissen, dass dabei die bisherigen Einschränkungen digitaler Oszillatoren den kreativen Workflow nicht bremsen.
Bessere Reproduktion von analogen Filtern
Filter sind ein essentieller Bestandteil bei der subtraktiven Klangsynthese. Deshalb ist es wichtig, die exakten Eigenschaften analoger Filter in der digitalen Domäne sowie die individuellen Eigenschaften klassischer Instrumente zu reproduzieren – für einen entsprechenden und einzigartigen Klang.
Implementierung von Soft-Clipping
Soft-Clipping verleiht einem Sound mehr Punch und Präsenz, nicht zu vergessen ist dabei auch die Pegelbegrenzung. Ein weiterer wichtiger Klangcharakter-Aspekt eines Analog-Synthese-Schaltkreises.
Wie haben wir das umgesetzt?
Mit großer Liebe zum kleinen Detail
TAE®-Instrumente werden nach aktuellen Standards mit den neuesten DSP-Techniken erstellt. Abhängig vom jeweiligen Kontext basieren unsere Instrumente auf mathematischen Modellen, physikalischen Modellen und Schaltungs-Simulationen.
Von Anfang an sitzen wir vor dem Instrument, das wir emulieren und achten auf jede noch so kleine klangliche Nuance. Das könnte zum Beispiel das Verhalten eines Filter-Cutoffreglers sein, ein kleines klangliches Artefakt in der Oszillator-Wellenform oder sogar das von einem Schaltkreis erzeugte Eigenrauschen.
Dann suchen und finden wir Möglichkeiten, diese Verhaltensweisen im digitalen Bereich zu reproduzieren. Das erfordert viel Aufwand und ein erweitertes Know-How über das analoge Instrument, das wir emulieren, da die subtilen Variationen des "perfekten" Sounds von einem zum anderen Synthesizer nie exakt gleich sind.
Oszillatoren
Bessere Reproduktion von analogen Oszillatoren
TAE®-Oszillatoren sind aus einigen wichtigen Gründen ihren analogen Pendants sehr ähnlich.
Einer der Hauptgründe ist, dass sie "freilaufen". Sie sind nicht gesampelt, basieren nicht auf Wavetables oder werden nicht ab einem Nulldurchgang generiert, wenn eine Note ausgelöst wird.
Jede Wellenform wird dynamisch erzeugt, was ähnlich der Art und Weise entspricht, wie die ursprünglichen Instrumente arbeiteten und damit den Gesetzen der Physik unterworfen sind. Damit vermeiden unsere Oszillatoren eines der wichtigsten Merkmals für die Erzeugung digitaler Wellenformen und sorgen für die typische "Lebendigkeit" der klassischen Analog-Synthesizer aus der Vergangenheit.
Normale Digital-Synthesizer erzeugen ein Aliasing in den oberen Frequenzbereichen, vor allem bei Pulsbreitenänderung oder Frequenzmodulation. TAE® ermöglicht die Reproduktion von Oszillatoren, die in allen Situationen (PWM, FM, Hard Sync usw.) keinerlei Aliasing produzieren, ohne dabei zusätzlich die CPU zu belasten.
Zeitliche Verlaufsdarstellung der „Sägezahn“-Wellenform eines Hardware-Synthesizers
TAE®-Oszillatoren sind hochoptimiert für jede digitale Umgebung, so dass du unsere Instrumente genau so spielen kannst, wie du einen richtigen analogen Synthesizer spielen würdest. Zur Erinnerung: Die Wellenformen sind nicht gesampelt und werden mit digitaler Perfektion generiert. Jede Note hat eine eigene Lebendigkeit.
Ein weiterer Faktor: Ursprüngliche analoge Oszillatoren waren oftmals instabil. Das bezieht sich nicht unbedingt auf die Tonhöhe. Tatsächlich unterschieden sich die Wellenformen immer ein wenig von einer Durchlaufperiode zur nächsten. Aufgrund der Empfindlichkeit der analogen Hardware variierten die Triggerzeiten der neuen Perioden je nach Temperatur und anderen Umgebungsbedingungen.
Auch das haben wir integriert: TAE® simuliert die Instabilität der Oszillatoren. Das trägt zur Erzeugung wärmerer und vollerer Klänge bei.
Zeitliche Verlaufsdarstellung einer mit TAE® reproduzierten „Sägezahn“-Wellenform
Ursprüngliche Analog-Oszillatoren nutzten die Entladung von Kondensatoren, um elementare Wellenformen (Sägezahn, Dreieck und Rechteck) zu erzeugen. Aus diesem Grund waren die Wellenformen leicht verformt oder verzerrt, was im musikalischen Kontext als äußerst wünschenswert angesehen wurde. TAE® ermöglicht die Reproduktion einer Kondensator-Entladung, um den typischen analogen Sound zu erhalten.
Da sich TAE®-Oszillatoren in allen Situationen „lebendig“ verhalten, wenn du einen einfachen Akkord mit den puren Oszillatoren spielst, hast du auch nicht den Eindruck von digitalem "Nebel" oder einem statischen Klang. Stattdessen nimmst du eine erstaunliche Transparenz und Klarheit wahr.
PWM
Mit TAE® kannst du sogar komplexe PWM-Sounds mit einzigartiger Qualität und frei von Aliasing erzeugen. Das ist für alle unsere TAW-Wellenformen(Rechteck, Dreieck, Sägezahn usw.) möglich.
Unsere Instrumente erzeugen Sounds, die einzigartig auf dem Markt sind, da eine PWM bei bestimmten Wellenformen wie Dreieck oder Rampenwellen sehr schwer zu erzeugen ist. TAE® bringt ein neues klangliche Level für virtuell-analoge Synthesizer – für neue Kreativitäts-Level in deiner Musikproduktion.
Filter
Bessere Reproduktion von Analog-Sounds dank direkter Filter-Schaltkreis-Emulation
TAE® reproduziert die klanglichen Eigenschaften analoger Filter in der digitalen Domäne.
Nehmen wir als Beispiel unseren Prophet-V. Aufgrund der Fortschritte bei der Rechnerleistung kann der Prophet-V direkte Filter-Emulationstechniken einsetzen, um eine unerreichte Genauigkeit bei der Emulation des ursprünglichen Vierpol-Tiefpass-Analogfilters zu erreichen. Durch Emulations des Zusammenspiels der einzelnen Hardwarekomponenten des Filterschaltkreises werden die warmklingenden Nuancen des ursprünglichen analogen Instruments nachgebildet.
Die nachfolgende Abbildung, ein Frequenzdomäne-Diagramm, dient als ein Beispiel für eine direkte Schaltkreis-Emulation in Aktion. Sie zeigt die Erzeugung von Obertönen bei den jeweiligen Vielfachen der Resonanzfrequenz, wenn das Filter sich in Selbstoszillation befindet, sowohl für die virtuellen (blauen) als auch für originalen (roten) Instrumente.
Diese Obertöne sind charakteristisch für das Filter des Prophet 5 und auf das nichtlineare Verhalten zurückzuführen, das seine analoge Schaltung erzeugt. Die generierten Obertöne tragen zur Fülle und Wärme des vom Filter erzeugten Klangs bei. Infolge der direkten Emulation der analogen Schaltung gibt es die gleichen klanglichen Eigenschaften auch im Prophet-V, so dass der Anwender einen wirklich analogen Sound erhält.
Eine sanfte Übersteuerung...
Die Wichtigkeit von Soft-Clipping
In analogen Synthesizern nutzte das Resonanzfilter eine Spannungslimitierung, die verhinderte, dass der Signalpegel zu laut wurde (Soft-Clipping).
TAE® emuliert diese Spannungslimitierungs-Funktion und lässt den Klang so natürlicher erscheinen. Deshalb können Filter so wie bei originalen Hardware-Synthesizern bis zur Selbstoszillation gehen.
Außerdem kann Soft-Clipping als eine Art Sättigungseffekt dienen, jedoch mit einem ganz bestimmten Verhalten. Ein Standardverhalten kann im Vergleich zu analogem Soft-Clipping keine guten Ergebnisse erzielen. Es handelt sich um eine Besonderheit der Ausgangsverstärkungs-Stufe analoger Synthesizer und ist deshalb eine kritische Komponente des Analog-Sounds.